Vorbereitung-eines-Vortrages

„Es war einmal vor langer Zeit …“ ist wohl der bekannteste Einstieg in eine Geschichte. Nicht nur in Büchern der Gebrüder Grimm, sondern auch bei Ihrem Vortrag muss der Einstieg ein voller Erfolg werden. Deshalb werden Sie hier erfahren, welche 3 Methoden es für den perfekten Einstieg gibt. Zudem wissen Sie danach, wie Sie die Anfangsneugierde des Publikums für sich nutzten, können, damit Sie einen perfekten Vortrag abliefern können.

 

Jeder Anfang ist schwer

Das ist so ein Unsinn. Der Anfang soll nicht schwer sein, sondern Spaß machen und Ihre Zuschauer mitreißen. Bevor wir auf die 3 besten Einstiegsmethoden eingehen, müssen wir ein Grundverständnis bei Ihnen aufbauen:

Grundverständnis Nummer 1:

1. Vermeiden Sie Floskeln, welches Ihr Publikum schon tausendmal gehört hat.

Wenn Sie in Ihrem Vortrag mit den Sätzen: „Einen schönen guten Abend, schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind, mein Name ist Kai Schneider und …“ Diese Sätze will Ihr Publikum nicht von Ihnen hören, da Sie diese schon so häufig gehört haben, wie das Amen in der Kirche. Das Schlimmste an diesen Sätzen ist, dass die Aufmerksamkeit und Neugierde Ihres Publikums auf null geht. Wir können es Ihnen, aber nicht verübeln.

 

Grundverständnis Nummer 2:

2. Bereiten Sie Ihren Einstieg perfekt vor.

Warum ist das so wichtig? Ich bin ein großer Verfechter vom freiem und natürlichem Reden. Das ist für das Publikum angenehmer, da Sie einem Menschen zu hören und nicht einem Roboter. Zusätzlich ist das freie Reden, jedoch auch für Sie besser, da Sie einerseits nicht tagelang Phrasen auswendig lernen müssen und andererseits können Sie viel spontaner und situationsabhängiger Ihren Vortrag halten.

Jedoch sollten Sie, diese Regel bei dem Einstieg fasst vergessen. Redner, welche, den Einstieg einfach aus dem Ärmel schütteln wollen, werden bestimmt scheitern, wenn diese auf der Bühne stehen. Bzw. werden diese sich ärgern, dass sie sich nicht besser vorbereitet haben. Wenn Sie einmal beim Reden sind und der Einstieg längst hinter Ihnen liegt, dann können und müssen Sie freisprechen. Das wird Ihnen auch gelingen, da Ihre anfängliche Aufregung weniger geworden ist und Sie einfach "das Vortragen" genießen. Jedoch ist jeder vor seinem Auftritt ein wenig bis stark aufgeregt. Das ist auch sehr natürlich, dennoch kann man diese Spannung auch positiv für sich nutzten. Wie das geht, erfahren Sie in dem Beitrag „Lampenfieber beseitigen“.

Zurück zum Einstieg. Damit Sie nicht unter lauter Anspannung, noch einen Text für den Einstieg überlegen müssen, rate ich Ihnen, dass Sie den Einstieg perfekt vorbereiten bzw. auswendig können. Noch mehr Tipps und Trick zum Thema „Vorbereitung eines Vortrages“ finden Sie hier.

Vorbereitung-eines-Vortrages

Grundverständnis Nummer 3:

3. Beim Einstieg ist die Aufmerksamkeit und die Neugierde Ihres Publikums bei fast 100%

Um diese These zu stützen, verwende ich gerne Beispiele aus der Tierwelt. Stellen Sie sich vor, Ihr Publikum ist ein Rudel Löwe, welche unter einem Baum in Afrika gerade ein kleines Mittagsschläfchen hält. Plötzlich stoßen Sie (auch ein Löwe) auf das Rudel zu. Die Mitglieder des Rudels werden sofort die Köpfe heben und Sie von oben bis unten begutachten. Wer sind Sie? Sind Sie eine Gefahr? Sind Sie folglich interessant für mich?

Diese Aufmerksamkeit Ihres Publikums müssen Sie für sich nutzen. Falls Sie wie oben erwähnt nur langweilige Phrasen aufsagen, sind Sie für Ihr Publikum höchsten eine kleine Löwenmalzeit. Präsentieren Sie sich jedoch mit Ihrer großen Mähne, brüllen laut und zeigen Ihrem Publikum, dass Sie interessant sind, werde diese Ihre Aufmerksamkeit nicht so schnell niederlegen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man sein Publikum von sich überzeug und somit die Aufmerksamkeit beibehält. Und deswegen kommen wir nun zu den 3 Methoden eines perfekten Einstieges.

Drei perfekte Einstiege

Nachdem wir nun geklärt haben, welche drei Punkte für Sie wichtig sind. Widmen wir uns jetzt den drei Methoden, wie Sie Ihr Publikum von Anfang an begeistern, können.

1. Machen Sie ein Zitat

Zu jedem Thema gibt es ein Zitat oder eine Redensart. Schauen Sie doch gerne noch einmal nach ganz oben, wie ich mit diesem Beitrag begonnen habe. Ich habe hier ein kleines Zitat eingebaut, welches jeder von Ihnen kennt. Zusätzlich haben Sie sich vielleicht dadurch wieder unterbewusst jung gefühlt, da häufig unsere Eltern uns Geschichten vorgelesen haben.

- Wie suche ich das beste Zitat?

Sehr gute Seiten, welche ich Ihnen ans Herz legen kann, ist www.zitate.de und www.wikiquote.de. Hier finden Sie bestimmt ein treffendes Zitat. Falls Ihr Themengebiet zu speziell ist, müssen Sie einfach ein Oberbegriff bzw. Obergebiet von Ihrem Thema finden. Falls Sie dabei Hilfe benötigen, können Sie gerne einen Kommentar hinterlassen. Jedoch ist es auch wichtig, wie Sie dieses Zitat vortragen. Auf keinen Fall bitte ich Sie das Zitat ankündigen. Schlechtes Beispiel „Liebes Publikum nun hören Sie ein Zitat aus dem 18 Jahrhundert aus dem Buch X Seite X von und zu Herrn …“. Sie dürfen das nur machen, wenn Sie sich auf einem Zitate-Vortrag vorbereiten. Beginnen Sie lieber so wie ich. Fangen Sie gleich mit dem Zitat an und leiten Sie dann über zu Ihrem Thema.

2. Menschen lieben Geschichten

Menschen mögen nicht nur Geschichten, sondern Sie lieben diese. Es gibt eine Menge Gründe, warum wir das tun. Hier ein paar Beispiele:

a) Uns wurden früher in der Kindheit viele Geschichten erzählt und vorgelesen. Wenn wir heutzutage eine Geschichte hören, denken wir unterbewusst an diese schöne und behütete Zeit zurück.

b) Wir wollen daraus etwas lernen. Stellen Sie sich einmal vor, dass eine Gruppe von Steinzeitbewohnern rund um ein Lagerfeuer sitzen. Alle sind still und Sie hören lediglich das Knistern der Hölzer in den Flammen und dem Anführer zu, welcher von seiner Jagd erzählt. Dieser erzählt der Gruppe, dass Sie sich von Säbelzahntigern mit ihren scharfen Zähnen fernhalten müssen. Durch Geschichten werden (Lebens-)wichtige Informationen weitergegeben.

c) Spaß am Zuhören. Ich persönlich höre lieber einer spannenden Geschichte zu, als einem langweiligen Vortrag über Statistik in der Universität. Schaffen Sie das Bedürfnis von Freude und Zufriedenheit in Ihrem Publikum zu wecken.

Wenn Sie jetzt denken, dass es keine Geschichte zu Ihrem Thema gibt, dann ist das falsch. Machen Sie es wie ich und verwandeln Sie das Publikum in ein Rudel voller Löwen oder untermauern Sie Ihre Argumentation mit den Neandertalern, wie in Punkt b). Und so häufiger Sie das Machen, desto besser werden Sie.

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3. Halten Sie Ihr Publikum in ein Informationsdefizit.

Natürlich sollen Sie Ihrem Publikum nichts von Ihrem Thema vorenthalten. Jedoch ist es wichtig das Sie nicht alle wichtigen Informationen gleich am Anfang raushauen. Machen Sie Ihre Zuhörer neugierig. Beispiel: „Heute erfahren Sie, was die 3 besten Einstiege in einen Vortrag sind. Damit wird Ihr Vortrag ein großer Erfolg!“ Merken Sie, dass der Satz Ihnen bekannt vorkommt? Ich habe auch Sie am Anfang in einem Informationsdefizit gehalten. Und wenn Sie das lesen, dann hat es wohl geklappt. Besonders effektiv benutzt auch die Serien-Industrie diese Methode. An jedem Ende einer Folge kommt irgendwas Unerwartetes (fehlende Information). Sie wissen nicht, wie es weitergeht und das macht Sie so verrückt, dass Sie noch eine weitere Folge anschauen.

 

Zusammenfassung

Als Ersten haben wir uns klargemacht, welche Grundverständnisse es über den Einstieg gibt:

1. Vermeiden Sie Floskeln, welches Ihr Publikum schon tausend mal gehört hat.
2. Bereiten Sie Ihren Einstieg perfekt vor.
3. Beim Einstieg ist die Aufmerksamkeit und die Neugierde Ihres Publikums bei fast 100%

Dabei haben wir uns alle Drei Punkt genauer angeschaut. Besonders schön ist es, wenn Sie am Ende Ihres Vortrages noch einmal auf den Einstieg Bezugnehmen. Bei einem Zitat können Sie dieses noch einmal vortragen, ein verwandtes Zitat nehmen oder noch einmal darauf zu sprechen kommen. Bei der Geschichte ist die Schlussfindung ganz einfach, da Sie sich einfach ein Happy End ausdenken. Und bei dem Informationsdefizit sagen Sie Sätze wie: „Und nun wissen Sie, was die Drei besten Methoden sind, um einen Einstieg zu beginnen. Ihr nächster Vortragseinstieg wird damit ein voller Erfolg, vielen Dank!

Perfekter Einstieg in den Vortrag – Lerne von Anfang an zu begeistern
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